Der Frühling ist da und die Samen können in die Erde. In Schleswig-Holstein haben wir Ende März schon bzw. noch gesät, bevor die Kinder in die Osterferien „verschwanden“. Bei Tageshöchst-Temperaturen von 8-14°C und noch einigen Nächten mit leichtem Frost, brauchen die Samen zwar eine Weile aber haben während der Ferien ja auch entspannt Zeit, um sich zu entwickeln. Dass es alle paar Tage regnet, erspart uns zudem das gießen, so dass wir uns auch nicht weiter kümmern müssen 🙂
Die Offene Ganztagsschule (OGTS) Schönkirchen
Schleswig-Holstein, östlich der Kieler Förde
Direkt nach Ostern am 07.04.26, also ca. 2 Wochen nach der Aussat, findet Madeleine die ersten vereinzelten Keimlinge der Flachs-Pflanzen. Alt können sie noch nicht sein – bei dem, was in den nächsten Tagen an „Zuwachs“ zu beobachten ist, höchstens ein, vielleicht zwei, Tage.
Die Kinder entdecken die „ersten“ Pflänzchen nach ihrer Rückkehr aus den Ferien. Gleich am Montag ist Garten-AG und die Neugier kollidiert nicht mit Ungeduld. Es wir beobachtet, dokumentiert, und beschrieben. Dabei entsteht von und mit den Kindern folgender Text als Bericht für unser Gemeinde-Blatt:
Leinsamen im bunten Beet
Wir haben gesät. Vor den Ferien wurden die Samen in Reihen ausgebracht. Das Erklär-Video war eine gute Anleitung. Aus 15g Lein werden hoffentlich 1000 Pflänzchen!? Aus Neugier wurden die Samen prompt gekostet. Sie sind hart aber köstlich – auch Faserlein ist lecker.
Jetzt drei Wochen später, am 13.04.2026 – nach den Ferien, keimt alles wie Unkraut 🙂 Also können wir die ersten Fragen für das Citizen Science Projekt beantworten:
Standort, Boden, und Licht? Es wächst im Hochbeet. Das haben wir im Draußenzimmer der Schule im Augustental so stehen, dass es überwiegend Halbschatten bekommt. Der Erdboden darin ist so zusammengemischt wurden, dass er eher sandig ist.
Wichtig für uns Kinder ist aber auch, dass wir das Beet bunt gestalten durften. Erst hatte sich der „Bautrupp“ verewigt und nun darf das natürlich auch noch die Forschergruppe, die sich um die Pflanzen kümmert.
Gesät haben wir die Sorte „Blaublühender Hohenheimer“. Heißt das unser Lein blüht wundervoll blau? Hellblau oder dunkelblau? Wir sind schon sehr gespannt. Und wie viel werden wir wohl ernten können? Im Moment zeigen sich ja nur die grünen (oder gerade so aus der Erde ragenden und noch eher gelben) Blätter der Keimlinge.
Wir freuen uns aber auch, dass es so ein tolles Thema ist, das unser Artikel in die Schönkirchener Nachrichten kommt, wenn wir alles fleißig festhalten und aufschreiben 🙂 Das motiviert.




Grundschule am Lerchenberg in Wesendorf
Niedersachsen, zwischen Süd- und Ostheide
Wir haben am 10.04.2026 ausgesät. Am 17.04. – also eine Woche später – waren die ersten Keimspitzen zu sehen. Aktuell beschäftigen wir uns einmal die Woche, für ca. 1Std. mit dem Projekt. Hier haben wir zuerst das Beet vorbetreitet und uns erst danach mit dem Keimprozess und zugehörigen Experimenten befasst. Wir konnten also getrost nach den (früher als in SH gelegenen) Osterferien anfangen, ohne dass wir „Zeit verloren“ hätten. Denn das Projekt lässt sich wunderbar an die eigenen terminlichen Bedürfnisse und zeitlichen Möglichkeiten anpassen.


Grundschule Holtenau
Schleswig-Holstein, Westufer der Kieler Förde
Auch hier wurde direkt vor den Osterferien, am 25.03.2026, (schon bzw. noch) ausgesät. Nach den Ferien stellen die Kinder fest: Da keimt was. Das wirft aber erst mal eine sehr gute Frage auf: Wie sehen die Keimlinge bei euch in den Partnergruppen denn aus? Wenn man das nicht weis, woher soll man wissen, ob es Unkraut ist oder schon der Lein? … Fortsetzung folgt …
